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Thesen Szene Schulsituation «Was machen die eigentlich mit mir?»

  • Der interdisziplinäre Austausch ist strukturell erschwert (wenig offizielle Gefässe) und beruht somit vorwiegend auf individuellen Austauschmöglichkeiten. Die Folge ist, dass Lehrpersonen zusätzlich unter Druck stehen, mit dem Stoffplan (z.B. 7 Stunden Schule geben pro Tag) und dem «Alleinsein mit komplexen und schwierigen Lernsituationen».
  • Mit Lernenden im Alter von 14 bis 20 Jahren vollziehen sich innerhalb dieses Zeitraumes entwicklungsbedingte Krisen, wie zum Beispiel die Pubertät und der Beginn der Adoleszenz. Diese Krisen fordern Raum, welcher in der Schulungssituation nicht vorhanden ist.
    • Aushandlungsprozesse im Rahmen von Autonomie und Anpassung werden in der Schule ausgetragen, wo es weder Raum, Zeit noch Ressourcen hat, um das aufzufangen.
    • Auffälliges Verhalten wird nicht in den Zusammenhang mit altersentsprechendem Verhalten gebracht sondern als Störung identifiziert, welche als Angriff aufgefasst wird und dementsprechend Abwehrmassnahmen auslöst. Der Stoffvermittlungsdruck erlaubt keine lockere Angehensweise.
    • Die Schule sieht sich nicht als der geeignete Rahmen, entwicklungsbedingte Auseinandersetzungen aufnehmen zu können oder zu müssen.
    • Wenn Konflikte auf eine persönliche Ebene geraten, entsteht Stress. Die Metakommunikation ist erschwert und die entwicklungsbedingte Dimension gerät aus dem Fokus. Die Folge ist Kränkung und Belastung auf Seiten der Lernenden und Lehrenden, welche eine eskalierende Dynamik innehaben kann. Dieses Geschehen wird wahrscheinlich ebenfalls aus Zeit- und Energiegründen nicht kommuniziert.