Forumtheater AGORÃ

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Lättenstrasse 7
CH-8308 Illnau

 

Tel.:

 

052 534 45 36

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Graben zwischen Publikums- und Bühnenraum wird überwunden, indem:

  • die Zuschauenden intervenieren und dadurch zu Mitspielenden werden. Sie sind nicht mehr nur Zuschauer/innen, sondern Zuschauspieler/innen, da sie eine neue Rolle erhalten.
  • die Zuschauspieler/innen das Stück verändern und dadurch Regieaufgaben übernehmen mit dem Ziel, auch mehr Regie im eigenen Leben zu übernehmen. Gemeinsam entsteht eine neue Co-Produktion.
  • die dargestellten Szenen eine stringente Umsetzung der Anliegen des anwesenden Forums sind. Dies ist die treibende Kraft des Aktions- und Kreativitätspotentials der Zuschauspieler/innen.
  • die Dramaturgie, das Bühnenbild, die Sprache der Akteure/Akteurinnen und die Auswahl der ästhetischen Mittel keine fulminante Prägung haben.
  • eine möglichst natürliche Spielart praktiziert wird. Diese lädt die Zuschauspieler/innen ein, sich das Mitspielen zuzutrauen. Das schliesst gute Dramaturgie und schauspielerische Leistung nicht aus!
  • nichts hinter dem Vorhang geschieht. Die Gestaltung des Bühnenraums folgt der Strategie des Sichtbar-Machens, des Sichtbar-Seins.
  • die Akteure davon ausgehen, Lösungsansätze (als Akt der Befreiung) nicht besser als die Betroffenen im Forum zu wissen. Sie treten nicht als die Experten für mögliche Befreiungsstrategien der gezeigten Konflikte auf, die Experten sitzen im Publikumsraum – das sind Sie! Augusto Boal beschreibt in seinem Buch ĞDer Regenbogen der Wünscheğ eindrücklich, wie er begann zu verstehen, was es hiess, als weisse Männer der Stadt, schwarzen Frauen vom Lande die Freiheit zu predigen und wie Forumtheater sich dann ganz klar abwandte vom didaktischen Theater.
  • die Beleuchtung nicht dem Automatismus des verdunkelten Publikumraumes und des erhellten Bühnenraumes folgt.