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Ablauf eines Forumtheaters
Nach einer Begrüssung der Zuschauspieler/innen wird Forumtheater als Methode kurz vorgestellt und
damit auch die neue Rolle der anwesenden Forumpersonen. Nach der Aufwärmphase spielen die
Akteure/Akteurinnen vor, was sie gehört und gesehen haben.
Dann können die Zuschauspieler/innen einen Moment überlegen, was sie anders tun würden.
Anschliessend wird das ganze noch einmal vorgespielt und die Forumpersonen können STOPP
rufen, sobald sie ihren Lösungsansatz ausspielen wollen und somit die Szene so verändern, dass
alles ganz anders weitergeht.
Diese Veränderungsvorschläge werden von der Gruppe aufgenommen oder direkt von den
Zuschauspieler/innen inszeniert. Gemeinsam entsteht eine neue Co-Produktion.
Wie im klassischen Drama
Mit dieser interaktiven Theaterform können alle Colorationen von Konflikten und Szenerien von
Unterdrückung dargestellt werden. Unterdrückung meint jede Lebenslage, in der die Wahlfreiheit eines
Menschen auf ein Minimum reduziert wird. Form und Ausmass wird dabei immer aus der Sicht des
Publikums verstanden. Durch Interviews, Thesenformulierung und mittels theoretischen Zusammenhängen
werden Szenerien entwickelt, welche das Anliegen des Publikums darstellen sollen. Konfliktsituationen
werden nicht mit einem Lösungsvorschlag vorgestellt, das Publikum selbst bestimmt was
eine Lösung sein könnte, in welcher Form und wo etwas verändert werden sollte.
Interventionsmomente werden diskutiert (definieren).
Reaktionsmöglichkeiten werden erprobt in dem das Publikum aktiv in das Geschehen eingreift
(Massnahmenkatalog, Erprobung Handlungskompetenzen).
Das Stück wird verändert (Handlungsebene, Ressourcen, Probe der Zukunft).
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